Erklärung der Herner Wohlfahrtsverbände

Die finanzielle Situation in den meisten Städten ist katastrophal geworden. Seit Jahren bemühen sich alle gesellschaftlichen und politischen Kräfte in den Kommunen, den wachsenden Aufgaben gerecht zu werden, ohne dass die
Einnahmen entsprechend steigen.

In allen gesellschaftlichen Lebensbereichen vor Ort fehlen Finanzmittel, um Entwicklungen adäquat zu begleiten, egal ob für Kinder, Familien oder Senioren.

Der Sparzwang gefährdet vor allem Kultur- und Bildungseinrichtungen, die Bereiche Jugend, Soziales und Gesundheit. Die soziale Infrastruktur der Stadt ist in ihrer Substanz bedroht. Sie gilt es aber zu erhalten, da sie verstärkt gefordert ist und sich neuen Hausforderungen ausgesetzt sieht.

Das finanzielle Ausbluten der Städte muss beendet werden. Bund und Land sind aufgefordert, Konzepte zur Umverteilung der öffentlichen Mittel vorzulegen. Die Kommunen müssen in ihrer Finanzkraft gestärkt, neue von Land und Bund vorgegeben Aufgaben müssen voll finanziert werden.

Geld muss gesichert dort eingesetzt werden, wo die Menschen leben und arbeiten, wo die Kinder heranwachsen und die Alten versorgt werden. Wir wollen in den Städten Leben gestalten und Benachteiligte einbeziehen. Wir brauchen kulturelle Vielfalt, soziale Teilhabe für Arme, eine Stärkung der Familien und vieles mehr, was das Leben in den Städten so attraktiv werden lässt, dass es Lust macht, hier Kinder groß zu ziehen.

Dafür brauchen wir ausreichende Finanzmittel in den Städten, nicht nur im Land, beim Bund oder für Europa.

Arbeiterwohlfahrt, 44623 Herne
Caritasverband Herne, 44649 Herne
Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband, 44623 Herne
Deutsches Rotes Kreuz — Wanne-Eickel, 44652 Herne
Deutsches Rotes Kreuz — Herne, 44623 Herne
Diakonisches Werk, 44623 Herne
Jüdische Wohlfah rtsorganisation und Gemeinde, 44791 Bochum

Zeitungsartikel “Viele Aufgaben, wenig Geld” zu der Herner Erklärung auf derwesten.de

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